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Claudius Incorruptus (im frz. Original: Claudius Malosinus) ist römischer Quästor und als solcher für die Prüfung der Finanzen der Provinz Gallien zuständig. Sein Auftrag, die Finanzen des Präfekten von Condate, Agrippus Virus, zu prüfen, kostet ihn beinahe das Leben.

Biografie

Asterix bei den Schweizern

Weil aus der Präfektur Condate nur wenige Goldstücke nach Rom gelangen, sendet Julius Cäsar den unbestechlichen Beamten Claudius Incorruptus nach Condate, um die Abrechnungen des Präfekten Agrippus Virus zu überprüfen. Er platzt dort in eine der vielen Orgien, die Virus feiert. Auf das Angebot, sich die in Auerochsfett gebratenen Schweinskaldaunen mit Honig schmecken zu lassen, reagiert Claudius eher verschnupft und lässt sich - sehr zum Missfallen des überarbeiteten Kochs - eine klare Gemüsesuppe machen.

Als die Suppe nach einer ganzen Weile serviert wird, hat sich der Quästor schon die Einrichtung seines Gemachs näher angeschaut und wundert sich laut über die "schicke Einrichtung", die in krassem Gegensatz zu den wenigen Goldstücken steht, die Rom aus Condate erreichen. Virus beschwichtigt ihn mit dem Hinweis, dass guter Geschmack auch bei geringen Einnahmen zum guten Ergebnis führt. Claudius trinkt die Suppe und verweist auf die am folgenden Tag anstehende Buchprüfung.

Wenig später quälen ihn fürchterliche Bauchschmerzen. Der alarmierte Agrippus Virus bietet dem leidenden Quästor an, den Koch auspeitschen zu lassen, weil er eine so schwer verdauliche Suppe zubereitet hat, aber Claudius verlangt einen Arzt. Trotz der Bedenken von Agrippus' Vertrautem Gaius Raffcus lässt der Präfekt die Ärzte der Garnison aufmarschieren, die - wie er richtig kalkuliert - sich über die Behandlung nicht einig werden können und die absurdesten Heilmethoden vorschlagen. Claudius bittet sie mit letzter Kraft, Apollo, dem Gott der Heilkunst, ein Opfer in seinem Namen darzubringen, worauf die Mediziner sich nur zu gerne darauf einlassen, zumal für sie dabei ordentlich was abfällt - die frisch zubereitete Bärenblutwurst zum Beispiel.

Während die Ärzte mit Agrippus Virus schlemmen, was das Zeug hält, sendet der wirklich todkranke Quästor seinen Fahrer ins Gallische Dorf, um Miraculix zu holen, den Druiden der aufständischen Gallier. Cäsar selbst ruft in seinen epileptischen Anfälle häufig nach dem kundigen Druiden, wie Claudius weiß.

Der Fahrer kann den Druiden ungefährdet in den Statthalterpalast in Condate lotsen. Miraculix erkennt rasch, dass Claudius Incorruptus vergiftet wurde und nur einer seiner Zaubertränke den Mann heilen kann. Er schickt Asterix und Obelix nach Helvetien, um ein Edelweiß zu beschaffen, das er für den Trank benötigt. Um Incorruptus vor den Mördern zu schützen, nimmt er ihn unter dem Vorwand, ihn als Geisel zu behalten, mit ins Dorf, bis Asterix und Obelix aus Helvetien zurück sind.

Mithilfe des Tranks, den Miraculix braut, nachdem die beiden Freunde mit dem Edelweiß aus Helvetien zurückgekehrt sind, kann Claudius Incorruptus geheilt werden. Als Agrippus Virus, der die Suppe persönlich vergiftet hat, sich scheinheilig nach dem Befinden des Quästors erkundigt, ist er genesen, bekommt noch einen Schluck Zaubertrank und haut Virus aus den Sandalen, dass er weit höher als Troubadix' Baumhaus in die Luft fliegt. Er ruft ihm nach, dass er die Bücher prüfen werde, wenn Virus wieder unten ist.

Der unbestechliche Claudius Incorruptus ist der erste Römer, der am Festbankett der Gallier teilnehmen darf.

Hinter den Kulissen

Claudius Incorruptus ist äußerlich ohne Zweifel dem französischen Schauspieler Jean-Louis Trintignant nachgestaltet. 1969, ein Jahr vor der Veröffentlichung von Asterix bei den Schweizern, wurde der Film Z - Anatomie eines politischen Mordes veröffentlicht, in dem Trintignant den unbequemen und unbestechlichen Untersuchungsrichter, der einen politischen Mord wirklich untersuchen will und nicht auf die Einflüsterungen der Herrschenden hört. Claudius Incorruptus ist die Comic-Version dieses unbestechlichen Beamten, der nur folgerichtig in der Gestalt des jungen Jean-Louis Trintignant abgebildet wird.

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