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Asterix der Gallier (Originaltitel: Astérix le Gaulois) ist ein Zeichentrickfilm aus dem Jahre 1967. Es ist der erste Film, der die Abenteuer von Asterix präsentiert. Die Handlung entspricht - mit kleinen Abweichungen - dem Comicband Asterix der Gallier.

Handlung

Ganz Gallien ist von Cäsar erobert, bis auf ein kleines Dorf. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass unter den dortigen Bewohnern ein Druide wohnt, welcher ihnen einen Zaubertrank zubereiten kann, der übermenschliche Kräfte verleiht.

Zenturio Gaius Bonus, Kommandeur des befestigten Lagers Kleinbonum, ist wenig erfreut, dass die nun schon fünf Jahre währende Belagerung des Gallischen Dorfes nichts gefruchtet hat. Mit seinem nächsten Untergebenen, Marcus Schmalzlockus, brütet er einen Plan aus, herauszufinden, mithilfe welchen Geheimnisses die Gallier zahlenmäßig weit überlegenen römischen Truppen widerstehen können. Man sucht nach Freiwilligen und kommt ob der gewaltigen Zahl (es meldet sich kein einziger) zu dem Schluss, dass nur ein Losverfahren der Art "Reise nach Rom" helfen kann. Legionär Caligula Minus ist der Unglücksrabe, der keinen Stuhl mehr erwischt. Er wird als Gallier verkleidet und von einem "Heldenkommando" unter Leitung von Marcus Schmalzlockus in die Nähe des Gallischen Dorfes gebracht.

Asterix, der von Miraculix geradeseine Ration Zaubertrank bekommen hat, und Obelix sind auf Wildschweinjagd und bemerken die Patrouille mit dem vermeintlichen Gefangenen. Sie verdreschen die als Römer erkennbaren Legionäre, Obelix knackt die Ketten, die Claigula Minus fesseln, der sich den Galliern als Kannwenix Minimix vorstellt und behauptet, in Lutetia Fremdenführer zu sein.

Sie bringen den angeblichen Gallier in ihr Dorf, wo er zu seinem blanken Erstaunen feststellt, was für ungeheure Kräfte die Gallier haben: Asterix zieht einen mit Baumstämmen beladenen Karren, Obelix trägt Hinkelsteine, Automatix schmiedet mit blanker Faust seine Schmiedestücke, Federn aus Schmiedestahl drehen die Gallier ebenfalls mit bloßer Hand.

Asterix lädt Kannwenix Minimix zum Wildschweinessen ein, bei dem der Gast fragt, weshalb sie so stark seien. Asterix sagt ihm, das sei ein Geheimnis. Der Spion beschwert sich über diese Haltung und trägt vor, er könne ohne dieses Geheimnis nicht durch die römischen Linien nach Lutetia zurückkehren. Asterix gibt nach und stellt ihn Miraculix vor, der aber zunächst unwillig ist, dem Unbekannten den Zaubertrank zu geben. Asterix kann ihn jedoch überreden, es zu tun.

Beim anschließenden Fest wird getanzt, wozu auch gehört, dass sich die Tänzer gegenseitig am Bart ziehen. Asterix hat plötzlich den falschen Schnurrbart von Kannwenix Minimix in der Hand - und enttarnt ihn als Spion.

Dank des Zaubertranks kann Caligula Minus aber entwischen, nach Kleinbonum zurückkehren und Gaius Bonus Bericht erstatten. Um an den Zaubertrank heranzukommen , schlägt Marcus Schmalzlockus vor, Caligula Minus den Bauch aufzuschneiden, aber der Legionär spielt nicht mit. Um die Wirkung des Tranks zu ergründen, muss der Legionär einige Kameraden verprügeln, was ihm ohne weiteres gelingt. Weil er keine Ahnung hat, wie lange die Wirkung anhält, befiehlt Gaius Bonus ihm einen riesigen Stein zu stemmen und so lange hochzuhalten, bis ihm die Kraft ausgeht. Seine verprügelten Kameraden warten ebenso geduldig wie der Zenturio und rächen sich an Caligula Minus mit einer deftigen Abreibung.

Gaius Bonus lässt Miraculix gefangen nehmen, der sich aber nicht bereit findet, das Geheimnis des Zaubertranks zu verraten, nicht mal, als Bonus den Folterknecht hinzuzieht, der stundenlang Miraculix' Fußsohlen mit einer Feder kitzelt ohne etwas zu erreichen. Tullius Octopus, der mit einigen Legionären diese Heldentat vollbracht hat, verspricht der Zenturio Urlaub, damit er nach Rom in den Zirkus gehen kann.

Asterix macht sich Sorgen um den Druiden, der viel zu lange ausbleibt und macht sich auf die Suche. Er trifft einen Händler, der beobachtet hat, dass Legionäre Miraculix in einem Netz gefangen nach Kleinbonum getragen haben. Asterix kann den Händler überreden, ihn nach Kleinbonum zu bringen und versteckt sich im Heu, das auf dem Wagen des Händlers ist.

In der Nacht kriecht Asterix aus dem Heu und sucht nach Miraculix. Bei der Suche kommt er zum Kommandantenzelt, in dem Gaius Bonus und Marcus Schmalzlockus planen, mithilfe des Zaubertranks Julius Cäsar zu stürzen und ein neues Triumvirat zu gründen, wenn auch nur zu zweit. Insgeheim wollen die Verschwörer auch den jeweiligen Mitverschwörer beseitigen ...

In einem schwer bewachten Zelt findet Asterix Miraculix und ergibt sich den Römern, die völlig verängstigt sind, als sie feststellen, dass einer von den Unbeugsamen ins Lager eingedrungen ist. Die beiden Gallier planen, die Römer für längere zeit außer Gefecht zu setzen. Dazu braut Miraculix nach einem ausgedehnten Streifzug in Begleitung zweier Legionäre einen Zaubertrank. Gaius Bonus ist misstrauisch und lässt auf den Rat von Marcus Schmalzlockus den Händler kosten. Weil sich keiner mit ihm prügeln will, meldet Asterix sich freiwillig und tut auf den Schlag des Händlers so, als sei ihm der Himmel auf den Kopf gefallen. Der Händler verlässt das Lager. Weit vom Lager entfernt zeigt der Trank seine Wirkung - es ist ein mächtiges Haarwuchsmittel ...

Die Legionäre sind von der Ungefährlichkeit überzeugt und schlucken den Trank mit der Folge, dass ihre Haare schneller wachsen, als sie sie scheren können. Gaius Bonus verspricht in seiner Verzweiflung, Asterix und Miraculix freizulassen, wenn sie das Gegenmittel brauen. Miraculix erklärt sich dazu bereit, weil die Wirkung des Haarwuchsmittels nicht mehr lange anhalten wird. Um dennoch Zeit zu gewinnen und es sich auf Kosten der Römer gutgehen zu lassen, verlangt Miraculix Erdbeeren für den Trank. Tullius Octopus kann die Erdbeeren unter großen Mühen beschaffen (wofür ihm erneut hundert Sesterzen und Urlaub für einen Zirkusbesuch versprochen werden) , die die beiden Gallier probieren, die Qualität nörgelnd bemängeln, aber komplett aufessen. Gaius Bonus ist völlig fertig, als Miraculix ihm zusagt, den Trank zu brauen, auch wenn er keine Erdbeeren mehr hat - aber die wären auch nur für Erdbeergeschmack erforderlich.

Im Zelt braut Miraculix das Gegenmittel in einem großen Kessel und den Zaubertrank in einem kleinen Kessel. Dass er ihn benötigt, wird klar, als Gaius Bonus nach Einnahme des Gegenmittels befiehlt, die Gallier zu töten. Sie können zwar aus dem Lager entkommen, aber draußen erwartet sie die Ablösung. Es erscheint um unsere Gallier geschen, aber es kommt ein müder Bote, der dem Zenturio mitteilt, er werde dringend in seinem Zelt erwartet. Es ist kein Geringerer als Julius Cäsar persönlich, der Aufklärung verlangt, weshalb man ihn nicht mit den ihm zustehenden Ehren empfange. Kleinlaut muss Gaius Bonus einräumen, dass man mit zwei Galliern beschäftigt sei ...

Cäsar erfährt von Asterix, dass Gaius Bonus und sein Stellvertreter ihn mithilfe des Zaubertranks entmachten wollten. Cäsar entlässt die Gallier großmütig und versetzt Gaius Bonus samt seinen Leuten in die Mongolei.

Die Gallier feiern die Rückkehr von Asterix und Miraculix mit einem großen Bankett.

Synchronisation

Rolle Originalstimmen dt. Fassung 1971 dt. Fassung 1984
Asterix Roger Carel Hans Hessling Frank Zander
Obelix Jacques Morel Edgar Ott Günter Pfitzmann
Miraculix Pierre Tornade Klaus W. Krause Friedrich W. Bauschulte
Majestix Lucien Raimbourg Eduard Wandrey Michael Chevalier
Troubadix Jacques Jouanneau Hugo Schrader Arne Elsholtz
Caligula Minus Jacque Jouanneau Dieter Kursawe Santiago Ziesmer
Gaius Bonus Pierre Trabaud Martin Hirthe Horst Niendorf
Marcus Schmalzlockus ? Klaus Miedel Dieter Kursawe
Julius Caesar ? Jochen Schröder Christian Rode
Tullius Octopus ? Michael Chevalier Karl Schultz
Händler Pierre Tornade Erich Fiedler Edgar Ott
Erzähler Bernard Lavalette Joachim Cadenbach Friedrich Schoenfelder

Hintergrundinformationen

  • Es wurde bereits an einer Fortsetzung, der Verfilmung von Die goldene Sichel, gearbeitet, was aber auf Betreiben Goscinnys und Uderzos nie beendet wurde. Der erste Film entstand ohne ihr Wissen und die beiden waren entrüstet über den schlechten Zeichenstil.
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